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    August 06

    Himmel oder Hölle?

     

     

     

     

     
    July 29

    Gefühle

     
     

     
     
     
     
     
     
     

     
     
     
     

    July 26

    An die Sonne

     
     


     
    An die Sonne
     
     
    Frau Sonne, diesmal trifft sie's nicht,
        Wenn sie von meinem Liede
    Sich nichts, als Schmeichelei, verspricht;
        Ich bin des Lobens müde.
    D'rum höre sie: Trotz ihrem Glanz,
    Und Strahlenrock und Sternenkranz,
        Trotz ihrer gold'nen Scheitel,
        Ist sie ein Weib - und eitel.
     
    Bespiegelt und begäffelt sie
        Sich nicht in jedem Teiche?
    Begeht sie nicht, so spät als früh,
        Die tollsten Weiberstreiche?
    Ein wunderschöner Lebenslauf! -
    Geschminkt steht sie des Morgens auf,
        Geschminkt geht sie zu Bette,
        Wie eine Erzkokette.
     
    Sie prätendirt, die ganze Welt
        Soll sich in sie vergaffen;
    Sobald ihr's aufzusteh'n gefällt,
        Da soll kein Thier mehr schlafen:
    Der Hahn muß auf zum Morgengruß,
    Sogar die Sonnenblume muß
        Den Seladon ihr spielen,
        Und stets nach ihr nur schielen.
     
    Sie glaubt, die Vögel übeten
        Für sie nur ihre Kehlen,
    Und schämt sich nicht, uns Schlafenden
        Die Frühmusik zu stehlen:
    Und können Abends die nicht mehr,
    So müssen Frösch' und Grillen her,
        Und ihr ein Tutti singen,
        Um sie in Schlaf zu bringen.
     
    Auch ist sie gar zu sehr erpicht,
        Mit ihrem Reiz zu prahlen,
    Stets soll er uns in's Angesicht
        Ganz ohne Schleier strahlen;
    Schlei'rt ihn ein Sommerwölkchen ein,
    So blitzt und donnert sie darein
        Bei hellen Thränengüssen,
        Bis sie den Schlei'r zerrissen.
     
    Da schwimmt nun ihre Majestät
        In einem Meer von Glanze,
    Und wo sie nur vorübergeht,
        Da huldigt Strauch und Pflanze.
    Die armen Blümchen dauern mich,
    Sie bücken bis zur Erde sich;
        Kein's darf das Köpfchen heben,
        Bis sie sich wegbegeben.
     
    Doch, daß sie niemand d'rum besieht,
        Wie ihr die Runzeln lassen,
    So pflastert sie sich täglich mit
        Demanten und Topassen:
    Das treibt sie bis zum Augenweh;
    Doch pflegte sie im Negligé
        Nur einmal auszugehen,
        Wir würden Wunder sehen.
     
    Mit schönen Mädchen treibt sie gar
        Ein jämmerlich Spektakel:
    Nimmt sie nur ein's von weitem wahr,
        Husch schüttelt sie die Fackel,
    Und brennt die feinste Lilienhaut
    So kohlpechschwarz, daß einem graut
        Und könnte sie, ich glaube,
        Sie brennte sie zu Staube.
     
    Doch wissen ihr auch ritterlich
        Die Schönen Trotz zu bieten,
    Und kämpfen gegen ihren Stich
        Mit Fächer, Schirm und Hüten:
    D'rum hat Madam wohl hundertmal
    Gewünscht: Ha! daß die Dirnen all'
        Von Schmalz und Butter wären,
        Wie wollt' ich sie zerstören!
     
    Zwar, daß sie gern sich trägt zur Schau,
        Ließ sich noch übersehen;
    Doch ihre Neugier, gnäd'ge Frau,
        Ist gar nicht auszustehen.
    Denn, weil sie grosse Augen hat,
    So, meint sie, dürf' in Feld und Stadt
        Nichts unbegafft geschehen,
        Sie müsse alles sehen.
     
    Da guckt, wenn man im Bett noch liegt,
        Sie durch die Fensterscheiben,
    Kein Mädchen will, so ungeblickt,
        Dann mehr im Bette bleiben:
    Das thut sie bloß aus Eifersucht:
    In Grotten und in Lauben sucht
        Sie sich hineinzustehlen,
        Die Liebenden zu quälen.
     
    Ey pfui, Madam, so kurios
        Ist wohl kein Weib auf Erden.
    So muß denn alles, klein und groß,
        Von ihr beglasaugt werden?
    Was hilft's? verkröche man sich auch
    Selbst in der Mutter Erde Bauch,
        Sie ist im Stand der Alten
        Den Bauch entzwei zu spalten.
     
    Sie selbst gibt doch den Frauen kein
        Gar sonderlich Exempel.
    Wo sie ist, trollt Herr Mondenschein
        Sich flugs hinaus zum Tempel.
    Man weiß ja wohl Frau Ueberall,
    Warum sie diesen zum Gemahl
        Vor allen auserlesen -
        Weil er stockblind gewesen.
     
    Kein so verbuhltes Weib gibt's nicht
        Im Himmel und auf Erden;
    Bekäm' Herr Mond sein Augenlicht,
        Er müßte rasend werden.
    Bis mit den Sternen sie nicht satt
    Gebuhlt und liebgeäugelt hat,
        Eh pflegt sie ihren Grauen
        Nicht einmal anzuschauen.
     
    Sie kann, so oft es ihr gefällt,
        Ein Schnippchen ihm versetzen,
    D'rum trägt er auch vor aller Welt
        Zwei Hörner zum Entsetzen;
    Und will der Hahnrei seinem Weib
    Zuweilen näher auf den Leib,
        So kriegt er finst're Blicke
        Und muß beschämt zurücke.
     
    Sie läßt sich zwar die Königin
        Des Sternenhimmels schelten;
    Allein den königlichen Sinn
        Muß man genug entgelten:
    Sie sengt und brennt ja mörderlich,
    Und weiß dabei - recht königlich, -
        Für ihre Hand voll Weizen
        Des Pflügers Haut zu beizen.
     
    Gibt sie die eine Hand uns voll,
        So nimmt sie mit der andern:
    Sie geht ja um mit Kraut und Kohl,
        Als wie mit Salamandern:
    Mit ächter Königspolitik
    Versenget sie oft Stück für Stück,
        Die Felder und die Saaten,
        Läßt Trauben nur gerathen.
     
    Ey, für ein königliches Haupt
        Heißt das sich sehr vergessen,
    Wenn man von Unterthanen glaubt,
        Sie könnten Kohlen fressen.
    Nicht wahr, Frau Klug, ihr fiel nicht ein,
    Daß man beim allerbesten Wein
        Und einer leeren Tenne
        Fein hübsch verhungern könne.
     
    Man nennt mit Recht sie das Modell
        Von königlichen Geistern,
    Die mit dem ersten Blicke schnell
        Ein ganzes Weltall meistern:
    Denn auch Madam mit ihrem Licht
    Sieht alles - nur sich selber nicht,
        Und wird an sich die Flecken
        Wohl nimmermehr entdecken.
     
    Ich aber bin nicht undankbar,
        Daß ich von ihr gebeichtet,
    Was lang mir auf dem Herzen war,
        Indeß sie mir geleuchtet;
    Denn, um für ihren Sonnenschein
    Ihr gar nicht obligirt zu sein,
        Schrieb ich an dem Gedichte
        Nur Nachts - beim Kerzenlichte.

    Aloys Blumauer (1755-1798)
     

     

    July 23

    Regen Sommer

     
     
     
     
     


    RegenSommer
     
     Nasser Staub auf allen Wegen!
    Dorn und Distel hängt voll Regen
    Und der Bach schreit wie ein Kind!
    Nirgends blüht ein Regenbogen,
    Ach, die Sonn' ist weggezogen
    Und der Himmel taub und blind!
     
    Traurig ruhn des Waldes Lieder,
    Alle Saat liegt siech darnieder,
    Frierend schläft der Wachtel Brut.
    Jahreshoffnung, fahler Schimmer!
    Mit den Menschen steht's noch schlimmer,
    Kalt und träge schleicht ihr Blut!
     
    Krankes Weib am Findelsteine
    Mit dem Säugling, weine! weine
    Trostlos oder hoffnungsvoll:
    Nicht im Feld und auf den Bäumen -
    In den Herzen muss es keimen,
    Wenn es besser werden soll!
     
    Fleh' zu Gott, der ja die Saaten
    Und das Menschenherz beraten,
    Bete heiss und immerdar,
    Dass er, unsre Not zu wenden,
    Wolle Licht und Wärme senden
    Und ein gutes Menschenjahr!

     

    (Gottfried Keller (1819-1890)

     

    July 20

    Urlaub in Bayern (humorig)

     

     

     

     

     

     

                       Urlaub in Bayern

    Letztes Jahr im Sommer waren wir in Urlaub in Bayern. Meine

    große Schwester Jessica, meine Eltern und unser Hund Burgsmüller.

    Ich war auch dabei und ich heiße Torsten und bin sieben

    Jahre alt. Meine Eltern waren schon öfters in Bayern, aber

    für mich war es der erste Urlaub im Ausland, weil ich bisher nur

    in Bibione war. Bayern wäre eigentlich sehr schön, aber man

    sieht es kaum, weil überall Berge davorstehen und es verdecken.

    Sehr cool sind manche Häuser. Sie sind tätowiert, zum Beispiel mit einem

    Hirsch, einem Berg oder einem Baum. Aber weil die Bayern das Wort „Tatoo“

    noch nicht kennen, sagen sie „Lüftlmalerei“ dazu.

    Die Bayern sind lustige Menschen und lachen viel mehr wie die Leute bei uns

    zu Hause. Sie mögen uns sehr, denn wenn sie uns sehen, lachen sie noch

    mehr. Viele heißen Sepp, die meisten jedoch „Hä“. Das lustige in Bayern ist

    die Sprache. Manche können deutsch, aber nicht alle. Der Ort, wo wir in einer

    Pension gewohnt haben, war da, wo Bayern „Oberpfalz“ heißt und da ist die

    Sprache echt krass. Als wir einmal gewandert sind, sind wir an einem Bauerhof

    vorbeigekommen und davor saß ein alter Mann auf einer Bank, aß ein

    Stück Torte und trank dazu eine Flasche Bier. Mein Vater sagte zu ihm, dass

    schönes Wetter ist und der Mann meinte „Loumameirouh“!

    Das heißt wahrscheinlich „Guten Tag“. Ich wollte es gleich ausprobieren, ob

    ich die Sprach auch kann und sagte zu dem Mann „Loumameirouh“. Er blickte

    aber sehr böse und sagte zu mir „Saubougejbloßzou“. Da sagten wir lieber

    nichts mehr und gingen weiter, weil wir ihn nicht reizen wollten. Der Mann

    stand dann auf, stöhnte und sagte: „Ohboudescheißschouh“.

    Das heißt wahrscheinlich „Tschüss“ oder so.

    Gut gefallen haben wir in Bayern die Feste. Irgendwo ist immer eines. Da sitzen

    dann die Bayern und trinken Bier aus gläsernen Eimern, die sie „Maß“

    nennen. Die Frauen haben kleinere Eimerchen, die heißen „Halbe“. Normale

    Gläser gibt es nur für Kinder oder ganz alte Frauen. Wir sind auf einem Fest

    gewesen, und es war sehr schön. Ich habe Pommes mit Ketschup gegessen,

    meine Schwester Jessica nichts wegen der Kalorien und meine Mutter ein

    halbes Hähnchen namens „Hendl“. Der Papa hat weisse Spiralen gegessen,

    die „Radi“ hießen und dazu einen Einem Bier. Er sagte, das Radi rumort ganz

    doll in seinem Bauch und als er rülpste, fiel meine Mutter beinahe das Hähnchen

    hinunter.

    Wenn die Bayern einige Eimer Bier getrunken haben, schlafen sie ein oder

    sie reden in einer Geheimsprache, die man nicht versteht. Es sind nur sehr

    kurze Wörter und mit dessen reizen sie sich gegenseitig, bis sie raufen.

    Auf dem Fest, bei dem wir waren, konnte man dies sehr schön beobachten.

    An unserem Nachbartisch im Bierzelt saßen einige Bayern mit ihren Eimern.

    Zuerst lachten sie und guckten zu uns herüber. Einer von ihnen konnte sogar

    italienisch, den er sagte zu meiner großen Schwester immer „Dipackiano“.

    Sie verstand ihn aber nicht, weil sie nicht italienisch spricht. Plötzlich kam ein

    anderer Bayer am Nachbartisch vorbei und schon spielten sie das lustige

    Spiel: „Erst reden, dann raufen“. Einer von denen, die am Tisch saßen, sagte

    zu dem, der vorbeiging: „Hä“! Darauf sagte der Vorbeigehende: „Wos hä“?,

    worauf der andere ziemlich böse meinte: „Hä, gell hä“! Das hätte er vermutlich

    nicht sagen sollen, denn der Vorbeigehende sagte nur mehr: „Pass bloß

    aaf, hä“ - und schon rauften sie. Obwohl es ziemlich lustig war, gingen wir,

    denn meine Mutter mag keine Gewalt.

    Etwas anderes ist mir auch noch aufgefallen in Bayern. Bayern reden nicht so

    gerne wie wir. Manche sind beinahe stumm. Dies kann man am besten im

    Wirtshaus sehen. Eines Abends ging mein Vater mit mir ins Dorfwirtshaus

    und wir bestellten Bratwürste mit Kraut, die sehr lecker schmeckten. Es waren

    außer uns nur zwei Einheimische da. Diese saßen am Stammtisch, tranken

    Bier und schwiegen. Mein Vater sagte freundlich zu ihnen: „Die Bratwürste

    schmecken hervorragend, meine Herren“! Sie aber schwiegen weiter. Sie

    sagten zu meinem Vater nichts, zu mir nichts und zu sich auch nichts.

    Wenn sie nicht ab und zu vom Bier getrunken hätten, hätte man meinen können,

    sie seien tot.

    Plötzlich, nach ungefähr einer Stunde, tat sich etwas. Einer von den beiden

    seufzte „jamei“, und wir dachten jetzt beginnt ein Gespräch. Doch der andere

    sagte nur „owa ehrlich“, und das war es dann.

    Mein Vater machte noch einen Versuch und rief hinüber: „Es gefällt uns sehr

    gut hier bei Ihnen in Bayern! Wir waren auch schon auf dem Feuerwehrfest!

    Da gabs eine zünftige Rauferei! Haha! Waren Sie auch schon auf dem Fest,

    meine Herren“? Da sagte ein Bayer zum anderen: „Eam schau o“. Dann war

    es wieder ruhig. Dies war meinem Vater dann doch unheimlich und wir zahlten

    und verließen den stillen Ort. Beim Hinausgehen sagte Papa noch zu den

    Männern: „Gute Nacht, die Herren! Ich wünsche noch einen schönen Abend“!

    Sie wünschten uns nichts.

    Aber die Bayern sind nicht immer so mürrisch. Zum Beispiel sind sie richtig

    lustig, wenn sie sich gegenseitig beleidigen. Das gefällt ihnen scheinbar sehr.

    Als mein Vater und ich einmal in unserem Urlaubsort in der Dorfmetzgerei

    einkauften, kam ein Bayer herein und sagte zum Metzger: „Servus Hans, du

    oider Hunzkrippl“! Da lachte der Metzger und sagte: „Habe d`Ehre Sepp, du

    Berner, du greislicher“! Sepp, der Berner, freute sich sehr über die nette Begrüßung.

    Als noch ein weiterer Bayer hereinkam, wurde die Stimmung immer

    besser. Er begrüßte die anderen beiden mit einem herzlichen „Ja, do schau

    her, da Sepp und da Hans! Griaß Eich, ehs Schlawiner, es elendigen“!

    Auch Hans, der Hunzkrippl und Sepp, der Berner, begrüßten den Neuankömmling

    und riefen: „Ja griaßde Franz, oider Suffbeidl, stingerter“!

    Franz Suffbeutel war total begeistert und lachte über das ganze Gesicht.

    Dann sagte Sepp, der Berner, zu Hans, dem Metzger bzw. Hunzkrippl: „Hä

    Hans, gib ma amol drei Boor vo deine greislichen Pflälzer, du Leitbscheißer,

    du windiger“! Metzger Hans meinte dazu: „Für dein Saumogn taugns allawei!

    No, du gschwollkopferter Bauernfünfer, du staubiger Bulldogmißhandler, du

    grausamer“!

    Es gibt scheinbar nicht schöneres für einen Bayern, als beleidigt zu werden,

    denn sowohl Hans, der Leutebescheißer als auch Sepp, der Berner und Bauernfünfer

    und Franz Suffbeutel waren in einer Super-Stimmung und lachten

    herzhaft.

    Mein Vater meinte zu mir: „Pass auf Jochen, jetzt mache ich auch mit bei

    dem Spaß“! Dann sagte er zum Metzger: „Geben Sie mir bitte hundert

    Gramm von ihrer verfaulten Salami, sie Vollidiot“!

    Plötzlich lachte keiner mehr und alle sahen meinen Vater an, sogar die alte

    Frau, die im Laden war. Der Metzger sagte mit finsterem Gesicht: „Schau

    bloß dass du weidakimmst, du Preissnschädl, du gfotzerter“!

    Das habe ich zwar nicht genau verstanden, aber es hörte sich nicht gut an

    und wir verließen ohne Wurst die Metzgerei. Wahrscheinlich ist „Vollidiot“ eine

    Beleidigung die die Bayern nicht kennen und deshalb freuen sie sich nicht

    darüber.

    Sonst war es in Bayern sehr schön, besonders die Pommes und das Eis. Ich

    habe mich sehr gefreut, denn ich durfte abends immer mit vier Jungs aus

    dem Dorf Fußball spielen. Die bayerischen Jungs sind echt nett, sie ließen

    mich sogar den Ball holen, wenn er in Nachbarsgarten geflogen war und sagten,

    das ist eine große Ehre für mich. Als ich den Ball wieder herausgeholt

    hatte, sagten sie, dass es nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein großes

    Glück für mich war, weil heute scheinbar der Kampfhund nicht zu Hause

    ist. Das ist doch voll lustig, oder?

    Ich habe mir extra die Namen der Jungs notiert, damit ich ihnen nach dem

    Urlaub schreiben kann. Sie heißen Ülcgür, Ferdl, Erdal-Alois und Kilian.

    So, das wars.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub in Bayern, weil Bayern ist voll

    cool.

    Vorher kaufe ich mir noch ein Wörterbuch.

     

    (Verfasser unbekannt)

    Gesehen bei „funverteiler“

     

     

     

    July 14

    Das Unglück lieben

     
     
     
     
     
     
     
     
                   

                   
    Das Unglück lieben
     
     
    Das Unglück lieben - o das heißt,
    Durch Dorngestrüppe, das uns blutig,
    Das uns das Kleid vom Leibe reißt,
    Im Dunkel gehn, am Abgrund mutig;
    Es heißt nicht gehn im Sonnenschein,
    Jedoch auch leiden nicht allein.
     
    Das Unglück lieben heißt, zugleich
    Verachtung, Spott und ohne Klagen,
    Gefaßt auf jeden Wetterstreich,
    Der Erde Doppellast ertragen,
    Dem süßen vorziehn bittern Trank
    Und ernten, ach, nur kargen Dank.
     
    Das Unglück lieben heißt, ein Kind
    Mit heim von öder Straße nehmen,
    Beschützen vor dem rauhen Wind,
    Heißt, harten Sinn und Stolz beschämen,
    Selbst nicht vor Trotz und Widerstand
    Zurückziehn seine Retterhand.
     
    Das Unglück lieben heißt, nicht Flaum
    Und weiche Polsterdecken lieben,
    Doch die, die umgehn wie im Traum,
    Die Ärmsten, die zurückgeblieben,
    Errettend wiederum hervor
    Geleiten, zu dem Glück empor.
     
    Das Unglück lieben heißt, die Not
    Des Erdendaseins ganz empfinden,
    Die Ohnmacht vor dem Machtgebot,
    Dem kein Geschöpf sich kann entwinden,
    Heißt streifen an des Engels Flug,
    Der auf die Welt das Mitleid trug.
     
    Hermann von Lingg (1820-1905)

    July 02

    Bebilderte Sprüche

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    June 12

    Ich liebe dich, du sanftestes Gesetz,

     
     
     


    Ich liebe dich, du sanftestes Gesetz,


    an dem wir reiften, da wir mit ihm rangen;
    du großes Heimweh, das wir nicht bezwangen,
    du Wald, aus dem wir nie hinausgegangen,
    du Lied, das wir mit jedem Schweigen sangen,
    du dunkles Netz,
    darin sich flüchtend die Gefühle fangen.
     
    Du hast dich so unendlich groß begonnen
    an jenem Tage, da du uns begannst, -
    und wir sind so gereift in deinen Sonnen,
    so breit geworden und so tief gepflanzt,
    daß du in Menschen, Engeln und Madonnen
    dich ruhend jetzt vollenden kannst.
     
    Laß deine Hand am Hang der Himmel ruhn
    und dulde stumm, was wir dir dunkel tun.

    ~ Rainer Maria Rilke (1875-1926) ~

     

     

    Sprechen über Madeleine-Sprechen über:Please HELP

     

    Sprechen über Madeleine - Sprechen über: Please HELP

     

    Lieber Besucher,

    weil mir das Wohl der Kinder sehr am Herzen liegt, möchte ich diesen Blog von Heide in "Monrés Touch" übernehmen. Ich hoffe dass das kleine Mädchen bald gefunden wird und wieder gesund zu ihren Eltern zurück kehrt.

    Bitte gebt diesen Tätern keine Chance!!! Kinder sind unsere Zukunft wir sollten versuchen sie zu schützen vor Menschen wie diesen.

    Eure Monré 

    Zitat :

    Madeleine - Sprechen über: Please HELP


    Schani hat mich darum gebeten, diesen Blogeintrag aus seinem Space auch bei mir einzusetzen, und darum bitte ich Euch auch. 

    Zitat

    Please HELP

    Madeleine ist seid dem 03. Mai 2007 vermisst. Helfen sie mit, sie wieder zu finden. Danke.

    Madeleine is missed since 3 May. Help they to find it. Thanks.

    Madeleine on manque depuis le 3 mai. aidez à la trouver . Remerciement.

    Madeleine пропускает с 3 may. помочь им найти его Спасибо

    Madeleine 以来それらがそれを見つけるのを助けるよろしいです逃される。ありがとう...

    Madeleine è mancato da 3 può aiutarlo a trovarlo. Ringraziamenti...

    Madeleine é faltado desde 3 pode ajudar-lhes encontrá-lo. Agradecimentos...

    Madeleine wordt gemist sinds 3 Mei. Hulp zij om het te vinden. Dank...

    瑪德琳自從03以來。2007年五月錯過。他們說明恢復她與它與他們。謝謝

    ...  mittlerweile missbrauchen skrupellose Betrüger die internationale Welle des Mitleids mit "Maddy", um im Internet Kasse zu machen, sie richteten Internetseiten mit Adressen ein, die jener der offiziellen Website täuschend ähnlich sehen, um so an Kreditkartennummern und andere persönliche Angaben von Spendern herankommen, berichtete die britische Zeitung "Daily Mail".  Die Internet-Adressen zur offiziellen Website der Madeleine-Hilfe lauten:

     www.findmadeleine.com oder www.bringmadeleinehome.com

    againstchildporn.org - Zusammen gegen Kinderpornographie und Kindermissbrauch im Internet und weltweit!

     
     Info Klicks mich bitte
     
    Danke für Eure Aufmerksamkeit, Monré
     
    ...auch ich habe diesen Blog gerne übernommen und wünsche den Eltern alle Kraft dieser Erde und das sie ihre Tochter finden, aber vor allen Dingen wünsche ich Madeleine, daß sie nicht leiden muß.
    Bitte übernehmt auch Ihr diesen Blog! Helft mit diese Kinderschänder zu finden, damit nicht noch mehr Kinder leiden müssen.
     
     
    Bitte seht Euch hierzu auch den Kommentar von Heinz ( auf meiner anderen Seite an: epmgermany.spaces.live.com ) an, indem Ihr verschiedene interessante Links zu dem Thema Kindesentführung/mißbrauch findet. 
     
     
     
    June 02

    Kindesthränen

     
     
     

     

    Kindesthränen
     
     Willst du die Leiden dieser Erde,
        Der Menschheit Jammer ganz versteh'n,
    Mußt du mit scheuer Gramgeberde,
        Ein Kind im Stillen weinen seh'n;
     
    Ein Kind, das eben fortgewichen
        Aus fröhlicher Gespielen Kreis
    Und nun, vom ersten Schmerz beschlichen,
        In Thränen ausbricht, stumm und heiß.
     
    Du weißt nicht, was das kleine Wesen
        So rauh und plötzlich angefaßt -
    Doch ist's in seinem Blick zu lesen,
        Wie es schon fühlt des Daseins Last.
     
    Wie es sich bang und immer bänger
        Zurück schon in sein Inn'res zieht,
    Weil es Bedränger auf Bedränger
        Mit leisem Schaudern kommen sieht.
     
    Willst du die Leiden dieser Erde,
        Der Menschheit Jammer ganz versteh'n:
    Mußt du mit scheuer Gramgeberde
        Ein Kind im Stillen weinen seh'n.
     
     Ferdinand von Saar (1833-1906)
     

     


    May 29

    Fragen an den Support

     

     

     

    Fragen an den Support

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    epm.Lädy Escobar

     

     

     

    May 26

    Schrei um Hilfe

     

     

     

     

     

     

     

                   

     

     

                                                                 P>

     

     

    SCHREI UM HILFE

    Wenn ein Kind schreit!
    Seine Seele zerstört ist.
    Seine Augen nicht mehr lachen,
    weil ein Mensch seine Sucht nicht unter Kontrolle hat,
    dann verschliesse nicht dein Herz
    schau niemals weg!
    Lass es nicht zu,
    dass Qualen sich in einem Kindergesicht wieder spiegeln,
    dass tränenlose Trauer ihre Kindheit zermartern,
    dass stumme Schreie nur durch Agressivität ersetzt wird.
    Nimm dieses verletzte Wesen
    und gib ihm ein wenig Kraft..
    Gib ihm die Fähigkeit zu erkennen.
    dass es Menschen gibt,
    die Liebe nicht mit Gier verwechseln
    Ich weiss, dieser Leidensweg kann endlos sein.

     

    Eure sehr nachdenkliche Marion

     

     

     

                            

     

     

                                                                     

     

     

     

     

     

    May 25

    Kundenreklamation im Autohaus

     

     

     

     

    Kundenreklamation im Autohaus:

    "Autohaus Diehl, guten Tag."
    "Ja, guten Tag, Müller hier. Ich habe doch da dieses Auto von Ihnen."
    "Jaaa..."
    "Es geht nicht."
    "Was heisst es geht nicht? Springt er nicht an?"
    "Hmm, was meinen Sie denn damit? Es fährt einfach nicht."
    "Naja, das kann ja viele Gründe haben. Läuft der Motor?"
    "Woran sieht man das?"
    "Nun, das kann man am Motorengeräusch hören.
    Und aus dem Auspuff müssten dann die Abgase kommen. Können Sie die sehen."
    "Wo ist denn der Auspuff?"
    "Hinten."
    "Nee, da sehe ich nix. Und hören tue ich auch nix."
    "Na, dann stecken Sie doch jetzt mal den Schlüssel in das Zündschloss und
    drehen sie ihn herum."
    "Ohje, schon wieder ein neuer Begriff..."
    "Das kleine, verchromte Loch rechts neben dem Lenkrad. Wissen Sie, wo das
    Lenkrad ist?"
    "Klar doch, meinen Sie ich bin blöd? Moment..." öttl öttl öttl öttl
    "... st das das Geräusch?"
    "Nein, das ist der Anlasser. Hmm, scheint nicht anzuspringen. Ist denn
    Benzin drin?"
    "Keine Ahnung. Sie haben mir das Auto doch verkauft, was weiss ich was
    da alles drin ist."
    "Da gibt es hinter dem Lenkrad eine Anzeige dafür."
    "Ohje, da gibt es so viele Anzeigen... welche denn? Die,
    bei der die Skala bis 220 geht? Oder die mit 8000?"
    "Nein, das sind der Tacho und der Drehzahlmesser. Ein kleineres Instrument,
    unterhalb des Tachos."
    "Dazwischen ist noch ein kleineres, allerdings oberhalb.
    Das hat gleich zwei Zeiger. Einer steht auf 10, der kleinere,
    und der grössere auf 1."
    "Das ist die Uhr. Unten!!"
    "Ah ja, hier ist noch was... steht ganz unten auf 50 Grad."
    "Das ist das Kühlwasserthermometer. Rechts daneben."
    "Ah, ja hier. Das mit der kleinen Zapfsäule?"
    "Ja, genau. Was zeigt es an?"
    "Steht auf 0."
    "Na also, da haben wir schon das Problem. Ist kein Benzin drin."
    "Hee, hören Sie mal, ich habe 22.000 Euro für das Auto gelöhnt.
    Dafür haben Sie mir versprochen, dass alles drin ist, was es für
    das Modell überhaupt gibt. Und dass mehr drin ist als im Auto meines Nachbarn."
    "Ja, das haben Sie ja auch alles drin... Klimaanlage, Schiebedach, Ledersitze."
    "Und dieses 'Benzin'? Wird das noch eingebaut?
    Was kostet denn das schon wieder? Dauert die Montage sehr lange?"
    "Das bekommen Sie an der Tankstelle. Das ist der Betriebsstoff,
    sonst fährt es natürlich nicht."
    "Das hat mir aber beim Verkaufsgespräch keiner gesagt!"
    "Sowas setzen wir voraus."
    "Aber... ich bin doch Fahranfänger, woher soll ich denn das wissen?
    Stand auch nicht in Ihrem bunten Prospekt! Wissen Sie was?
    Holen Sie Ihr tolles Auto wieder ab, ich fahre weiterhin mit dem Fahrrad,
    da weiss ich wenigstens, dass es geht."

     

     

     

     

    Frauen können so gemein sein...

     
     

     

    Glaubt man der Bibel, so war die Frau im großen Schöpfungsplan zuerst gar nicht vorgesehen.
    Der Mann allein hätte eigentlich vollkommen ausgereicht, um alles zu vergeigen, aber leider
    wurde ihm langweilig und er hatte keinen Bock mehr, an sich selbst herumzugrabbeln. Deshalb
    schnippelte er flinkerhand eine überzählige Rippe aus seiner Seite und bestellte sich dafür aus
    Thailand eine Frau. So oder so ähnlich soll es gewesen sein.

    Allerdings war der liebe Gott mit dieser Sonderlieferung am Wochenende wohl doch ein wenig
    überfordert, denn er sandte Freund Adam eine noch ziemlich unausgegorene Mensch-Variante
    als Partner: ein Pimmel zu wenig, viel zuviel Brüste und genetisch bedingte Wahnvorstellungen,
    wie z.B. der Irrglaube, in der Fußgängerzone tot umzufallen, wenn man nicht mindestens zehn
    Minuten an jedem Schuhgeschäft stehen bleibt.
    Ein Blick auf die weiblichen Chromosomen beweist auch heute noch ganz eindeutig die
    Mangelhaftigkeit des Modells: zweimal X, das heißt zweimal durchgestrichen - sollte also
    eigentlich noch mal überarbeitet werden.

    Trotzdem schaffte es die Frau, ihren Platz auf der Welt zu behaupten. Konnte der Mann schon
    immer besser gucken als denken, so machte sie sich diese Schwäche zunutze und konnte schon
    bald besser aussehen als Auto fahren. Mit ein paar Pinselstrichen um den Mund und Augen, und
    der Erweiterung des Dekolletés in reziprokem Verhältnis zur Kürzung der Rocklänge, gelang es
    ihr, selbst die verschachtelten Gehirnwindungen eines Nobelpreisträgers in Sekundenschnelle
    auf einen einzigen rudimentären Rammelimpuls zu reduzieren.
    Es läßt sich halt nicht leugnen - jeder Mann guckt ab und zu mal "Baywatch", aber der
    Intellektuelle dreht wenigstens den Ton ab. Inzwischen hat die Frau den Mann auf der
    Erfolgsspur längst überholt.

    Verona Feldsalat hat gezeigt,
    wie man durch einfaches Nicht-Kochen-Können,
    Nicht-Beherrschung ihrer Muttersprache und
    Sich-scheiden-lassen zum Medienstar werden kann.

    Ein Superweib wie Hera Lind kann gleichzeitig Kuchen backen, eine Talk-Show leiten,
    ein Buch schreiben und Zwillinge gebären.

    Und der tschechische Nuklear-Tittenbomber Dolly Buster beweist, wie leicht man defizitäre
    Schulbildung durch ein paar Zentner Silikon in der Bluse wieder ausgleichen kann.

    Akzeptieren wir es:
    Männer werden nicht mehr wirklich gebraucht.
    Frauen können allein ihr Geld verdienen, ohne unsere Hilfe Bier trinken,
    Fußball gucken und im Notfall sogar einen fahren lassen.

    Und irgendwann - nur um uns endgültig zu demütigen - werden sie anfangen,
    im Stehen zu pinkeln.

    Frauen können ja so gemein sein

     

                         *

     

    Aus dem Internet

    Sollte ein © bestehen bitte Bescheid

    Geben und der Text wird umgehend

    herausgenommen.

     

     

    May 09

    Der Lattenzaun

     

     

     
     

    Der Lattenzaun
     
     
    Es war einmal ein Lattenzaun,
    mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
     
    Ein Architekt, der dieses sah,
    stand eines Abends plötzlich da -
     
    und nahm den Zwischenraum heraus
    und baute draus ein großes Haus.
     
    Der Zaun indessen stand ganz dumm
    mit Latten ohne was herum,
     
    ein Anblick gräßlich und gemein.
    Drum zog ihn der Senat auch ein.
     
    Der Architekt jedoch entfloh
    nach Afri - od - Ameriko.

    Christian Morgenstern (1871-1914)
     

    May 08

    Das große Glück

     
     
     

     
     
     
     

     Das große Glück

    Das große Glück, noch klein zu sein,
    sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
    und möchte, dass er ungefähr
    gleich 17 oder 18 wär!

    Doch schon mit 18 denkt er: Halt!
    Wer über 20 ist, ist alt.
    Kaum ist die 20 dann geschafft
    Erscheint die 30 greisenhaft.

    Und dann die 40!Welche Wende!
    Die 50 gilt beinah als Ende.
    Doch hat man sie denn dann erreicht,
    nimmt man das Leben wieder leicht.

    Die 60 scheint noch ganz passabel
    Und erst die 70 miserabel.
    Mit 70 aber hofft man still:
    Ich werde 80,so Gott es will.

     

     

    May 03

    Arm oder Reich?

     

    Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit auf's Land um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: "Wie war dieser Ausflug?" "Sehr interessant!" antwortete der Sohn.

    "Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"

    "Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."

    Was hast Du also gelernt?" fragte der Vater. Und der Sohn antwortete:

    "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben 4. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."

    Der Vater war sprachlos.

    Und der Sohn fügte hinzu: "Danke Vater, dass Du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

    Quelle: Dr. Philip E. Hubert  

     

      

    April 30

    Deine Mutter

     

     

     

    Deine Mutter

    Liebe, treue Mutterliebe,

    edler Schatz in dieser Welt,

    die mit sanftem, heil’gen Triebe

    bis zum Tod die Treue hält,

    die das Kind so zärtlich liebt,

    dass sie gerne alles gibt.

     

    Liebe, die für Dich noch betet,

    wenn Du gingst auf breiter Bahn,

    wo die Sünde Dich gekettet

    mit Betrug und eitlem Wahn;

    ob sie auch in Trauer weint,

    immer hat sie’s gut gemeint.

     

    Liebe die Dich nie verlassen,

    ob Dich auch die Welt verstieß,

    mochten alle Dich auch hasssen,

    Deine Mutter Dich nie ließ,

    bis ihr Herz für immer bricht,

    lässt Dich Deine Mutter

    nicht im Stich.

     

    Mutterliebe, die im Sterben

    Noch dem Kinde zugewandt,

    wenn die Wangen sich entfärben,

    fasst Dich noch die matte Hand,

    lächelt Dir den Abschiedsgruß

    und empfängt den letzten Kuss.

     

    April 28

    Sonnenschein

     

     

     

     

     
     

    Sonnenschein

    Sonnenschein in uns'ren Herzen
    Sonnenschein in aller Welt
    Sonnenschein vertreibt die Schmerzen
    Sonnenschein ganz ohne Geld.

    Denn die Sonne scheint uns allen
    Manche aber seh'n sie nicht
    Lassen sich ins Unglück fallen
    Wenn ihr Lebenstraum zerbricht.

    Lasst sie nicht allein mit Sorgen
    Seid in ihrer Welt das Licht
    Für uns alle gibt's ein Morgen
    Wenn der neue Tag anbricht.

    Lasst uns Kummer
    Lasst uns Sorgen
    Von uns werfen, ganz weit fort.
    Hoffen auf den neuen Morgen
    Hoffen auf ein freundlich' Wort.

    Lachen wollen wir und singen
    Tanzen auch im Sonnenschein
    Denn dann kehrt in uns'ren Herzen
    endlich wieder Freude ein.

    Düst're Wolken werden weichen
    Große Sorgen werden klein
    Und es tanzt in uns'ren Herzen
    Immerfort der Sonnenschein.

    Jasmin Steinweg

     

     

     

    Treibsand


     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

     

     


     

     

     

     

     

     

      Treibsand

    Sandkorn, getrieben vom tosenden Meer,
    angeschwemmt am Strand,
    eingeholt von Wellen,
    gefangen im Strudel.

    Hochgehoben, um abzustürzen,
    Versuch, bodenständigen Halt zu finden,
    den Naturkräften ausgeliefert,
    erneut verschlungen von dunklen Fluten,
    Kurzweil im Zustand der Ruhe.

    Dann auf den Wellen tanzend,
    anlandend am Ufer,
    gewärmt, getrocknet von einem Sonnenstrahl,
    emporgehoben, fortgeweht vom Wind,
    Bestimmung findend als Teil einer Düne.

    Mensch im Universum
    geprägt von Zeit und Gezeiten,
    getragen in schwebender Leichtigkeit
    oder von Macht und Gewalt beherrscht
    bis zur Ankunft am endlichen Ziel.

    Gerhild Decker